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Sanierung der Luftqualität in Maribor

 

Administrativmaßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität, Finanzierung des Projektes mit Ökologiekrediten.


Zielsetzung:

Verringerung der für die Winterzeit typischen Luftverschmutzung von einem kritischen Wert auf einen Wert unter dem zulässigen Grenzwert bei den einzelnen Verursachern.


Durchführung:

Das Projekt „Sanierung der Luftqualität“ kann in mehrere Phasen eingeteilt werden, die bereits stattgefunden haben:
Ende der 70er und im Anfang der 80er Jahre stellte man bei Messungen fest, daß in Maribor, vor allem in der Zeit der Heizsaison, die Luft übermäßig verschmutzt ist (vor allem mit SO2 und freischwebenden Partikeln), was häufige Smogalarme zur Folge hat. Dieser Zustand wurde vor allem durch die Erdölkrise und die daraus resultierende Staatspolitik der Förderung einheimischer Energiequellen (d.h. vor allem Kohlen mit schlechter Qualität und hohem Schwefelgehalt) hervorgerufen. Aufgrund dieser Situation wurde im Jahr 1991 in Maribor eine Verordnung beschlossen, die den Verbrauch von Energieträger verbot, deren energiespezifischer Gehalt an brennbaren Schwefels 0,5 g/MJ überstieg. Im Jahr 1992 wurde als Fortsetzung dieser Administrativmaßnahmen die Verordnung über den Luftschutz beschlossen, die die Verschmutzer verpflichtete, sich im Falle der Rekonstruktion oder des Neubaues an eines der folgenden Systeme anzuschließen oder es zu verwenden:
-Fernwärme -Erdgasfeuerung
-ein naher gemeinsamer Kesselraum mit freier Kapazität bzw. die Verwendung des verflüssigten Erdölgases oder extra leichten Heizöls.
Die Verordnung wurde durch die Einführung einer besonderen Finanzierungsart unterstützt:
Im Jahr 1992 wurde der Gemeindefonds gegründet, der den Gemeindebürgern günstige Kredite für den Übertritt auf umweltschonende Energieträger bot. Im Jahr 1995 wurde dann nach dem Vorbild des Gemeindefonds der Ökologieentwicklungsfonds auf Staatsebene gegründet. Auch bei der Finanzierung über diesen Fonds wurde Maribor als Pilotenstadt ausgewählt. Die Weltbank unterstützte die Finanzierung dieses Projektes.


Wirkung:

Durch die genannten Maßnahmen wurde das Niveau der Winterluftverschmutzung auf einen Wert erniedrigt, der weit unter den zulässigen Grenzwerten (vor allem für SO2) liegt, so daß seit dem Jahr 1992 keine Überschreitungen in den Wintersaisonen notiert wurden.


Beteiligte:

Verkäufer der Energieträger, die Gemeindebürger, die Wirtschaftssubjekte, Kreditna banka Maribor, Die Anstalt für den Gesundheitsschutz, die zuständigen Inspektorate.


Laufzeit:

intensiv zwischen 1991 und 1996, Permanentaufgabe


Finanzierung:

Im Jahr 1992 wurde der Gemeindeökologiefonds gegründet, der den Gemeindebürgern günstige Kredite für den Übertritt auf die, der Umwelt annehmbarere Energieträger bot. Im Jahr 1995 wurde nach dem Vorbild des Gemeindefonds der Ökologieentwicklungsfonds auf Staatsebene gegründet, der auch Wirtschaftssubjekten die finanzielle Unterstützung bot.

 

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